Destination Thailand

Das Königreich Thailand bietet trotz gelegentlichen Rückschlägen in mannigfaltiger Hinsicht recht kalkulierbare Verhältnisse. Zwar führen derzeit politische Instabilitäten dazu, dass Südostasiens zweitgrösste Volkswirtschaft nicht das volle Potential entfaltet und daher nicht die stolzen Wachstumszahlen der umliegenden Länder präsentieren kann. Trotzdem liegt Thailand weiterhin hoch in der Gunst ausländischer Direktinvestoren, die sich unentwegt im Königreich engagieren und somit wirtschaftlichen Rückgrat des Schwellenlandes in kleinen, aber permanenten Schritten stärken. Ein Beispiel hierfür liefert die dank japanischen Inputs rapide ausgebaute Automobilindustrie, ein weiteres, für Europäer direkter nachvollziehbarer, der boomende Tourismus, der die Tsunami-Katastrophe bereits überwunden hat und in vielschichtigem Angebot Gästescharen aus aller Welt anzieht. So überrascht es auch wenig, dass nicht einmal der Militärputsch von September 2006 die seit über einer Dekade sich stets festigende Beliebtheit dieser Destination bei Auswanderern einzudämmen vermochte.

Von prächtigen Landschaften, vom tropischen Klima und den weiterhin vergleichsweise günstigen Lebenshaltungskosten angezogen, entscheiden sich immer mehr (deutschsprachige) Personen zur Wohnsitznahme im südostasiatischen Land. Gerade in den letzten drei Jahren konnte EMIGRATION NOW dabei feststellen, dass vermehrt Rentner, mitunter auch aus steuerlichen Gründen, ihren Lebensmittelpunkt ins Königreich verlagern. Doch auch Arbeitnehmer, vorab Führungskräfte und Spezialisten, finden in Thailand als Entsandte oder lokal Angestellte eine Beschäftigung. Zumeist ziehen sie in grössere Städte, allen voran Bangkok, wo neben inländischen Grossunternehmungen auch zahlreiche westliche Unternehmungen, welche die lokalen Märkte bearbeiten oder den Standort als Basis für Geschäfte in Südostasien benutzen, präsent sind. Auch bewirken die zunehmenden Engagements mittelständischer Unternehmungen aus Europa, die sich z.B. durch Etablierung von Produktionsstätten oder Vertriebseinrichtungen in Südostasien positionieren Auswanderungsvorgänge. Und schliesslich beobachtet EMIGRATION NOW mittlerweile regelmässiges Interesse durch Klein- und Kleinstinvestoren, welche sich vorab aus einer privaten Wegzugsentscheidung ein unternehmerisches Standbein und damit eine Existenz schaffen, etwa im Tourismussektor, im Beratungsbereich oder im Bauwesen.
 
Alle Einwanderer benötigen eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung. Nachfolgend seien für verschiedene Einwandererkategorien die derzeitigen Immigrationsregeln in Kürze dargestellt. Vorab gilt es aber zu erwähnen, dass EMIGRATION NOW nicht auf zuweilen kolportierte irreguläre Aufenthaltsformen eingehen kann und will.    
 
Rentner, Privatiers
Nicht vorbestrafte Nichterwerbstätige, die über 50 Jahre alt sind, erhalten in Thailand ein erneuerbare, eine Ansässigkeit von bis zu einem Jahr erlaubende Aufenthaltsbewilligung (Non-Immigrant-Visum des Typs "0"), sofern sie ein Vermögen von 800'000 Baht (ca. 31'000 CHF) oder ein regelmässiges Monateinkommen von 65'000 Baht (knapp 2'500 CHF) oder eine Kombination davon nachweisen. Die Mittel müssen bei einer thailändischen Bank durchlaufen. Kapital kann auch als Festgelder bei einer Staatsbank, als Investment in thailändische Staatspapiere oder zum Erwerb eines Kondominiums eingesetzt werden. Um das Jahresvisum vor Ort zu beantragen, darf i.d.R. nicht mit einem Touristenvisum eingereist werden. Vielmehr ist frühestens drei Monate vor Einreise ein von thailändischen Aussenvertretungen erstelltes Non-Immigrant-Visum, das zumeist zu einem ersten Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt, zu Einreisezwecken zu verwenden. Eine analoge Prozedur und derselbe Visumstyp, indes mit geringfügigeren Einkommensnachweisen, gilt für Ausländer, die eine/n Thai geheiratet haben. Weitere Visamöglichkeiten für Privatiers können den Ausführungen zum Investorenstatus entnommen werden. 
 
Arbeitnehmer
Die Arbeitsaufnahme durch Ausländer ist im sog. Alian Employment Act reguliert. Dieses Normenwerk enthält mitunter eine lange Reihe von Berufen, die nur thailändische Staatsbürger ausüben dürfen. Die Arbeitsausübung bedarf grundsätzlich einer Arbeitsbewilligung, nur wenige Tätigkeiten sind davon befreit. Die Arbeitsgenehmigungen werden prinzipiell jenen Personen zugesprochen, die durch ihre Tätigkeit einen positiven Beitrag zur Volkswirtschaft zu leisten vermögen, erteilt. Ausgewiesene Führungs- und Fachkräfte sowie generell Spezialisten haben gute Chancen die gesetzten Hürden zu überwinden. Erleichterte Bedingungen kommen freilich im Zusammenhang staatlich genehmigten Direktinvestitionen zum Tragen. Auch sind die Einschränkungen für mit Thais Verheiratete, für Personen, die einen Familienangehörigen ersten Grades mit bereits gültigem Daueraufenthalt in Thailand haben sowie bei finanzieller Unterstützung einheimischer Personen weniger einschneidend gesetzt. Die Erlangung einer Arbeitsgenehmigung ist ein höchstbürokratischer Vorgang, der von Arbeitgeber und -nehmer Geschick und umsichtige Planung verlangt und daher häufig mit spezialisierten Beratern angegangen wird. Um überhaupt eine Arbeitsgenehmigung beantragen zu können, ist die Einreise mit einem ("Business"-)Non-Immigrant-Visum, zumeist des Typs B oder IB, notwendig. Arbeitnehmer leben i.d.R. mit erneuerbaren Aufenthaltsgenehmigungen, da Daueraufenthaltsbewilligungen nur äusserst restriktiv erteilt werden. 
 
Investoren
Eine thailändische Daueraufenthaltsbewilligung erhalten Investoren, wenn sie mindestens 10 Millionen Baht (gut 380'000 CHF) zum Erwerb von Beteiligungsrechten lokaler Gesellschaften, zum Kauf eines Kondominiums oder zur in Festgeldanlage oder Staatspapieren aufbringen. Die Mittel müssen mindestens drei Jahre lang gebunden bleiben. Alternative Wege bestehen bei Direktinvestitionen, wobei dann die staatliche Wirtschaftsförderungsbehörde das Projekt beurteilt. Auch hier beträgt das Mindestengagement 10 Mio. Baht.
 
Die Immigrationsbestimmungen unterliegen einem kontinuierlichen Wandel und werden zuweilen abrupt geändert, was zu reichlicher Konfusion geführt hat, so dass in vielen Fällen eine versierte Beratung für einen sorgenfreien Aufenthalt unabdingbar ist. In Thailand nimmt sich mittlerweile eine breit gefächerte Beraterschaft den Anliegen von Einwanderern und Investoren an, wobei auch von manchen dubiosen Angeboten berichtet wird. EMIGRATION NOW kann hinsichtlich der Erlangung von Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen sowie der Gestaltung von Investments umfassend und sicher unterstützen. Im Rahmen der Orientierungsgespräche werden passende Vorgehensweisen identifiziert und abgestimmt. Die Umsetzung kann danach vor Ort durch die Rechtsanwälte einer renommierten Bangkoker Advokatur erfolgen. Die Sozietät mittlerer Grösse behandelt nicht nur um einfache Fälle (z.B. Rentnervisum), sondern auch um komplexere Sachverhalte (z.B. Investitionen), welche den Beizug von Experten diverser Rechtsgebiete bedürfen, zu landesüblichen Honoraransätzen. 
 
Fundierte Rechtsberatung kann auch in übrigen Teilbereichen einer Auswanderung oder Ansiedlung indiziert sein. So z.B. in Wohnstättensachen. Die für Europäer zumindest optisch tiefen Erwerbspreise bewegen viele Einwanderer dazu, sich mit lokalem Immobilieneigentum auseinander zu setzen. Leider ist aber der Immobilienkauf für Ausländer noch massiv eingeschränkt. So können natürliche Personen ohne thailändische Staatsbürgerschaft oder ausländisch beherrschte juristische Personen grundsätzlich kein Grund und Boden erwerben. Für investierende Auslandsfirmen bestehen aber unter dem Stichwort "Wirtschaftsförderung" trotzdem diverse Möglichkeiten. Bei den natürlichen Personen gibt es Ausnahmen für Investoren, die minimal 40 Mio. Baht unter bestimmten Bedingungen für mindestens fünf Jahre binden, sowie für Leute, die Grund und Boden vererbt erhalten.
 
Zulässig ist zudem der Erwerb von Eigentumswohnungen, sog. condominiums, wobei auch hier diverse Beschränkungen und Restriktionen gelten. Wem das Condominium-Angebot nicht behagt, kann allenfalls ein Land- bzw. Immobilienerwerb über eine juristische Person mit thailändischer Beherrschung in Erwägung ziehen. Allerdings bergen diese Modelle zahlreiche Risiken hinsichtlich Sicherheit, Beständigkeit, Kosten, Besteuerung, Veräusserbarkeit und rechtlicher Substanz. Auch soll dabei die Auswahl der lokalen Partner mit äusserster Umsicht erfolgen (so sei etwa von freundschaftlichen oder familiären Lösungen dringendst abgeraten). In den meisten Fällen erweist es sich daher für Auswanderer als empfehlenswert, auf Besitz zu verzichten und Mietlösungen zu prüfen.
 
Die Möglichkeiten reichen hier bei Wohnstätten von der jederzeit kurzfristig kündbaren Miete bis zu vererbbaren "Leaseholds" mit einer (vertraglich verlängerbaren) Laufzeit von bis zu 30 Jahren, die daher dem Eigentumsgedanken nahe kommen. Solche Lösungen sind in der Regel einfach praktikabel und daher zumeist angebracht, zumal mittelfristig mit einem Abbau der thailändischen Erwerbsrestriktionen für Ausländer gerechnet werden kann.   
 
Auch steuerliche Angelegenheiten können Beratungsbedarf nach sich ziehen, speziell bei unternehmerischen Engagements. Natürliche Personen haben grundsätzlich zu vergegenwärtigen, dass Thailand de jure keine Steueroase ist, wenn auch etwa ausgewanderte Rentner in vielen Konstellationen im Vergleich zur Schweiz, Deutschland oder Österreich auf eine vergleichsweise tiefere Totalsteuerlast zählen können, speziell weil u.U. Renten und im Ausland erzielte Vermögenserträge steuerfrei bleiben können. Die Einkommenssteuer berechnet sich durch einen Staffeltarif  (bis 50'000 Baht: 0 %; 50'001 bis 100'000: 5 %, 100'001-500'000: 10 %; 500'001-1'000'000: 20 %; 1'000'001-4'000'000: 30 %; 4'000'001 (= ca. 132'000 CHF) und mehr: 37 %), wobei vom Bruttolohneinkommen (pauschal 40%, indes maximal einige maximal 60'000 THB, 30'000 TB für den Steuerpflichtigen und Ehegatten, 15-17'000 THB für Kinder) Abzüge vorgenommen werden dürften. In die Steuerpflicht fallen auch u.a. Zinsen und Dividenden sowie Veräusserungsgewinne, Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit sowie Mieteinnahmen aus thailändischer Quelle. Ansässige Personen haben zudem auch Steuern auf Einkommen aus ausländischer Quelle zu entrichten, sofern dieses nach Thailand eingeführt wird (Besteuerung auf Remittance-Basis). Unternehmungsgewinne werden dagegen 30% taxiert, die Mehrwertsteuer beträgt 7%. Wie häufig in Drittwelt- und Schwellenländern sind Zölle und Importabgaben recht hoch. Diese tangieren insbesondere Einwanderer, die grosse Autos importieren möchten.

Abschliessend aus der Erfahrung unserer Berater und den Feedbacks einiger Kunden (also aus westlicher Sicht) in loser Reihenfolge ausgewählte Plus- und Minuspunkte zum Königsreich in Stichworten: Angebot westlicher Güter + Arbeitsbedingungen = Autopreise - Behörden - Benehmen (einer Minderheit) von Touristen und ansässigen Ausländer - Drogenproblem - Einwohnerfreundlichkeit + Flugverbindungen + Geschäftsklima = Immobilienpreise = Infrastruktur in Ballungszentren + Klima + Korruption - Landschaften + Lebenshaltungskosten + Öffentliches Gesundheitswesen - Politische und wirtschaftliche Stabilität + Post - Qualität der Nahrungsmittel + Schulwesen = Sexbranche und Ausflüsse - Sicherheit (abgesehen von den Unsicherheiten im Süden des Landes) + Sozialgesetzgebung - Touristische Infrastruktur, Freizeitangebot + Umweltbewusstsein - Verfügbarkeit moderner Kommunikationsmittel = Verkehr .
 
EMIGRATION NOW empfiehlt allen Thailand-Auswanderungsinteressenten ein Orientierungsgespräch, bei dem sämtliche relevante Angelegenheiten erörtert werden. Hierauf kann ein allfälliger Handlungsbedarf identifiziert und das Vorgehen zur Umsetzung bestimmt werden. Neben den in diesem Beitrag erwähnten Aspekten, den diversen Punkten unseres Leitfadens   sowie der helvetischen (Vorbereitungs-)Seite einer Wohnsitzverlegung ins Ausland finden erfahrungsgemäss folgende Sachverhalte bei Thailand-Orientierungsgesprächen ein besonderes Gewicht: Asset Protection, Steueroptimierung von nicht in Thailand verwahrtem Vermögen, Vermögensstrukturierung und Diversifikation unter Berücksichtigung der thailändischen Rahmenbedingungen, Bankwahl in Thailand, Transport- und Zollfragen, Versicherungsaspekte insbesondere Krankenversicherung.


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