Archivierte Beiträge (Volltext)

Schweizer Strafregisterauszüge nunmehr auch online bestellbar

Bei manchem Auswanderungsvorgang, speziell im Zusammenhang mit der Antragstellung für eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder beim Erwerb einer neuen Staatsbürgerschaft, ist die Vorlage eines Strafregisterauszuges erforderlich. Die entsprechenden Unterlagen zur Bestellung eines helvetischen Strafregisterauszuges werden anlässlich der Orientierungsgespräche von EMIGRATION NOW, sofern notwendig, ausgehändigt. Es handelt sich um ein Gesuchsblatt, dem eine Kopie eines Ausweises sowie die Quittung bezüglich der Einzahlung der Bearbeitungsgebühr von 20 CHF beizulegen ist. Die Wartezeit bis zum Erhalt des Dokumentes beträgt bei postalischer Bestellung rund zehn Tage. Dieses Verfahren lässt sich beschleunigen, wenn das Gesuch per express verschickt wird, weil es dann von den Behörden tagesgleich behandelt wird. Ebenfalls schneller und mit etwas geringerem Aufwand verbunden ist die seit Februar 2007 neu etablierte Möglichkeit einer Bestellung über die Internetadresse https://www.e-service.admin.ch/crex/cms/content/strafregister/strafregister_de. Dort ermöglicht die von yellowworld AG, einer Konzerngesellschaft der Schweizerischen Post, entwickelte Inkassolösung yellowpay admin das online-Bezahlen der Gebühr mit Postcard, Eurocard/Mastercard oder Visa-Karte. Allerdings muss der Gesuchsteller am Ende des Online-Bestellverfahrens das Gesuchsformular ausdrucken und auf dem Postweg ans Strafregister schicken, um sich mit seiner Unterschrift und der beigelegten Ausweiskopie über seine Identität auszuweisen, womit sichergestellt wird, dass keine Drittperson einen Auszug bestellen kann. Auf einem Auszug des vom Bundesamt für Justiz geführten Strafregister werden Urteile wegen Verbrechen und Vergehen aufgeführt. Urteile wegen Übertretungen erscheinen nur auf dem Auszug, wenn ein Berufsverbot nach Artikel 67 StGB verhängt wurde. Strafregistereinträge bleiben nicht unbefristet registriert. Für Personen, die zu einer einzigen Strafe verurteilt worden sind, gilt: Freiheitsstrafen unter einem Jahr, werden 10 Jahre ab dem Zeitpunkt, wo sie rechtskräftig wurden, aus dem Strafregister entfernt. Für Strafen von 1-5 Jahren beträgt die Frist 15 Jahre, für Strafen von 5 und mehr Jahren beträgt sie 20 Jahre. Ist eine Person zu mehreren Strafen verurteilt worden, dann können sich diese Fristen verlängern. Die präzise Regelung ist den Artikeln 369 und 371 des Strafgesetzbuches zu entnehmen. Entfernte Strafen sind endgültig gelöscht und für niemanden mehr sichtbar.

Quellenbesteuerung bei Vorsorgeleistungen: Bundesrat zieht heutige Regelung vor

Nachfolgend geben wir eine aktuelle Mitteilung des Eidgenössisches Finanzdepartements, wonach der Bundesrat bei der Quellenbesteuerung von Vorsorgeleistungen die aktuelle Regelung belassen will, wider: "Quellensteuereinnahmen aus Vorsorgeleistungen sollen weiterhin dem Sitzkanton der Vorsorgeeinrichtung zustehen. Dies geht aus der Stellungnahme zum Bericht der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N) hervor, die der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung verabschiedet hat. Im Einklang mit der parlamentarischen Initiative von Nationalrat Meinrado Robbiani (CVP/TI) wird im Bericht eine Neuregelung der Besteuerungsbefugnis vorgeschlagen. Nach heutigem Recht haben Vorsorgeeinrichtungen in der Regel eine Quellensteuer zu erheben, wenn sie Vorsorgeleistungen an im Ausland wohnhafte Personen ausrichten. Die Quellensteuereinnahmen sind demjenigen Kanton zu überweisen, in welchem die Vorsorgeeinrichtung ihren Sitz hat. Dieses Prinzip wollte die WAK-N ändern. In ihrem Bericht und dem dazugehörigen Gesetzesentwurf schlug sie vor, dass künftig nicht mehr der Sitzkanton der Vorsorgeeinrichtung bezugsberechtigt sein soll, sondern derjenige Kanton, in dem der im Ausland lebende Vorsorgempfänger für sein letztes Erwerbseinkommen besteuert worden ist. Mit dieser Neuregelung erhofften sich die Befürworter mehr Gerechtigkeit bei der Zuteilung der Quellensteuereinnahmen. Heute hätten nämlich vorab jene Grenzkantone das Nachsehen, die zwar über viele Grenzgänger verfügen, bei den Quellensteuererträgen aus Vorsorgeleistungen jedoch leer ausgingen, falls die Vorsorgeeinrichtungen nicht in den Grenzkantonen domiziliert seien. Die bei Bund, Kantonen und Gemeinden verbleibenden Quellensteuereinnahmen aus Vorsorgeleistungen weisen ein jährliches Volumen von ca. 90 Millionen Franken auf. Obwohl der Bundesrat Verständnis für die Einwände gegen das geltende Recht aufbringt und insbesondere die Gerechtigkeitsüberlegungen anerkennt, kommt er unter dem Strich zu einer negativen Beurteilung. Dies hat vorab administrative Gründe. Der bürokratische Aufwand für die Vorsorgeeinrichtungen erwiese sich nach Auffassung des Bundesrates als unverhältnismässig hoch. Bei einer Neuregelung müssten die Vorsorgeeinrichtungen nämlich zwingend den bezugsberechtigten Kanton ermitteln. Während heute nur mit dem Tarif des Sitzkantons abzurechnen ist, wären bis zu 26 verschiedene Tarife zu berücksichtigen. Da sich die geltende Rechtsordnung in der Praxis bewährt hat, soll von einer unnötigen Verkomplizierung Abstand genommen werden. Dieser Schluss ist gemäss Bundesrat auch aus steuersystematischer Sicht zu ziehen, liegt doch zum Zeitpunkt der Ausrichtung der Vorsorgeleistungen der einzige aktuelle wirtschaftliche Anknüpfungspunkt des im Ausland lebenden Vorsorgenehmers im Kanton, in welchem die Vorsorgeeinrichtung ihren Sitz hat. Schliesslich erweist sich auch der aus dem verbleibenden Quellensteuerertrag resultierende Umverteilungsnutzen gegenüber dem bürokratischen Mehraufwand als zu klein, um die Beibehaltung des geltenden Rechts in Frage zu stellen".

Übersee-Gebiete: Wo gilt die EU-Personenfreizügikeit?

In ein EU-Land auswandern, dabei von den Personenfreizügigkeitsabkommen, weiteren zwischenstaatlichen Verträgen und den Vorteilen entwickelter Rechts- und Sozialstaaten profitieren, und trotzdem in stets warmen Klima fernab vom alten Kontinent leben? Diese Möglichkeit eröffnet sich z.B. auf den Kanarischen Inseln oder in den ebenfalls zu Spanien gehörenden nordafrikanischen Enklaven Ceuta und Melilla. Ebenso in den portugiesischen Azoren und Madeira. Noch weiter entferntere und exotischere EU-Ansiedlungsmöglichkeiten sind in der Karibik, in Südamerika und im Indischen Ozean vorzufinden. Dabei handelt es sich um französischen Übersee-Departemente (Départements d'outre mer) Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana und Réunion. Für Schweizer-, EU- und EFTA-Bürger, die sich in diesen Gebieten dauerhaft aufhalten möchten, gelten dieselben Regelungen wie bei einer Auswanderung nach Spanien, Portugal respektive Frankreich.

Entgegen zuweilen geäusserter Auffassung sind andere Überseegebiete, in denen vorwiegend EU-Bürger leben und die zumeist als ehemalige Kolonialgebiete unter der Souveränität von europäischen Staaten stehen, nicht der Europäischen Union angehörig. Im EU-Recht werden sie aber als "überseeische Länder und Gebiete, die mit den Mitgliedstaaten besondere Beziehungen unterhalten" bezeichnet und geniessen als Assoziierte in mannigfaltiger Hinsicht eine Sonderstellung. Als Beispiele lassen sich etwa nennen: Anguilla, Bermuda, das britische Antarktis-Territorium, die britischen Territorien im Indischen Ozean, die britischen Jungferninseln, die Kaimaninseln, die Falklandinseln, Gibraltar, Montserrat, Pitcairn, St. Helena und abhängige Gebiete, Südgeorgien, die südlichen Sandwichinseln, Turks- und Caicosinseln (sog. British Overseas Territories, die Grossbritannien von den Kronbesitzen Jersey, Guernsey und Isle of Man abgrenzt), Französisch-Polynesien, Mayotte, Neukaledonien, St. Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna (französische Territorien), Faröer und Grönland (dänisches Gebiete) sowie Aruba, Bonaire, Curacao, Saba, St. Eustatius, St. Maarten (niederländische Gebiete). Wer in diese Gebiete auswandern möchte, kann sich nicht auf die EU-Freizügigkeitsrechte berufen, sondern hat hinsichtlich Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen stets die lokalen Immigrationsbestimmungen zu respektieren.

Italien, Lebensqualität der Provinzen

Die führende italienische Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 ORE" ermittelt jährlich eine Rangliste der Lebensqualität der italienischen Provinzen. Die Rangierung resultiert aus 36 Parametern, so z.B. (Auswahl) Einkommen, Arbeitsverfügbarkeit, Sparneigung, Schuldengebaren, Versicherungsdichte, Einwohnerdichte, Geburtenrate, Migrationsaldi, "Sentiments" sowie verschiedene ökologische und sicherheitsbezogene Kriterien.

Potentiellen Italien-Auswanderern, die noch keinen bestimmten Zuzugsort gewählt haben oder standortindifferent sind, raten wir dazu, die im Internetauftritt der Wirtschaftszeitung einsehbaren Sub-Ranglisten zu konsultieren. Hier die Gesamtrangliste für 2006:  

1 Siena 2 Trieste 3 Bolzano 4 Trento 5 Bologna 6 Milano 7 Ravenna 8 Firenze 9 Belluno 10 Grosseto 11 Rimini 12 Forli Cesena 13 Udine 14 Reggio Emilia 15 Aosta 16 Cuneo 17 Sondrio 18 Piacenza 19 Parma 20 Ancona 21 Macerata 22 Gorizia 23 Livorno 24 Roma 25 Savona 26 Treviso 27 Lecco 28 Lucca 29 Pordenone 30 Mantova 31 Brescia 32 Verona 33 Pesaro Urbino 34 Modena 35 Perugia 36 Genova 37 Terni 38 Novara 39 La Spezia 40 Prato 41 Pisa 42 Padova 43 Lodi 44 Bergamo 45 Arezzo 46 Matera 47 Viterbo 48 Vercelli 49 Vicenza 50 Isernia 51 Cremona 52 Ascoli Piceno 53 Imperia 54 Biella 55 Verbano-Cusio-Ossola 56 Venezia 57 Potenza 58 Varese 59 Asti 60 Torino 61 Como 62 Ferrara 63 Teramo 64 Alessandria 65 Pistoia 66 Pavia 67 Nuoro 68 Chieti 69 Massa Carrara 70 L’Aquila 71 Rieti 72 Rovigo 73 Sassari 74 Campobasso 75 Oristano 76 Pescara 77 Avellino 78 Frosinone 79 Cagliari 80 Crotone 81 Latina 82 Ragusa 83 Salerno 84 Vibo Valentia 85 Messina 86 Enna 87 Cosenza 88 Catanzaro 89 Benevento 90 Caltanissetta 91 Lecce 92 Brindisi 93 Caserta 94 Reggio Calabria 95 95 Agrigento 96 Trapani 97 Siracusa 98 Napoli 99 Palermo 100 Foggia 10 1 Bari 102 Taranto 103 Catania

Interessant ist die Feststellung, dass Schweizer EMIGRATION-NOW-Beratungskunden mehrheitlich Auswanderungsstandorte in Provinzen wählen, die in den vorderen Positionen der Rangliste stehen (so bevorzugten helvetische Wegzügler im Zeitraum 2003-Mitte 2006 folgende Regionen: 1. Piemont 2. Toscana 3. Trentino-Alto Adige 4. Lombardei 5. Ligurien 6. Marche 7. Emilia-Romagna 8. Umbrien 9. Lazio 10. Veneto), während italienische Rückwanderer und Doppelbürger vorab (süditalienische) Regionen, die (noch, meinen wir) am Ende der italienischen Lebensqualitätsrangierung stehen, aufsuchen, wobei der Ruf der angestammten Heimat offensichtlich stärker wiegt als Erwägungen zum generellen Lebensstandard.

Schweizer Unfall- und Krankenversicherung nach KVG für nur 80 Franken monatlich! 

Kann dies möglich sein? Ja, lautet die Antwort, denn diese Prämie verlangen die günstigsten Schweizer Krankenversicherungen (die teuersten: 140 CHF) für Rentner, die in Ungarn wohnhaft sind und in der Schweiz krankenversichert bleiben müssen. Es betrifft dies namentlich in Ungarn ansässige oder niedergelassene Personen, die nur eine Rente aus der Schweiz und keine aus Ungarn erhalten oder eine Rente aus der Schweiz und einem EU-Staat (ausser Ungarn) erhalten und ihre Versicherungszeit in der Schweiz länger war als im rentenzahlenden EU-Staat. In diesen Fällen greift die helvetische Krankenversicherungspflicht, so dass rentenbeziehende Ungarn-Auswanderer unabhängig von Alter und Gesundheitszustand in die Schweizer Grundversicherung aufgenommen werden müssen. Die Leistungen erfolgen daraufhin einheitlich nach dem schweizerischen Krankenversicherungsgesetz. Der Clou aber: Ungar-Rentner mit helvetischer Krankenversicherungspflicht können sich nicht nur in Ungarn, sondern auch in der Schweiz behandeln lassen und damit vollumfänglich vom vergleichsweise hochstehenden helvetischen Gesundheitswesen profitieren, was sich angesichts der geographischen Nähe auch logistisch leicht gestalten lässt. Zweifelsohne ein Plus für Ungarn-Auswanderer, die im Donaustaat auch günstige Lebenshaltungskosten, Immobilien mit Wertsteigerungspotential und u.U. moderate Steuerlasten antreffen. 


Diese Wahl des Behandlungsortes (Schweiz oder Auswanderungsland) steht übrigens auch zwingend CH-Krankenversicherten mit Wohnsitz in Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich offen, wobei dort die zu entrichtenden Prämien höher liegen als im Falle Ungarns (z.B. monatliche Erwachsenprämie Krankengrundversicherung mit Unfall: Belgien 358 (günstigster Versicherer)-460 (teuerster Versicherer) CHF, Deutschland 360-459 CHF, Frankreich 388-500 CHF, Niederlande 358-570, Österreich 288-403 CHF).

 EMIGRATION NOW kann in EU-/EFTA-Länder auswandernde Rentner durch die Mäander der komplexen und mit vielen Ausnahmebestimmungen versehenen Vorschriften zur Krankenversicherungspflicht führen und geeignete Lösungen aufzeigen.        

Spanien-Auswanderer: Pulverfass Steuerrecht

Deutschsprachige Spanien-Auswanderer sind, so beobachten wir, kritische aber teilweise auch etwas anmassende Wegzügler. So schätzen sie das iberische Land recht häufig als eine Art entwickelte Bananen-Republik ein, welche zahlreiche Gefahren, aber auch Chancen in sich birgt. Landesspezifischen Unzulänglichkeiten begegnen sie daher mit resolutem Bewusstsein, häufig gewarnt durch deutschsprachige Magazine und Gazetten, lokalen Beratern oder anderen Auswandern. Ein Beispiel hierfür findet sich etwa im Immobilienbereich, wo etliche Fallen lauern können, von der Preisstellung über die Vertragsgestaltung bis hin zum Umgang mit Nachbarn, Mietern und Vermietern, Handwerkern, usw. Doch "Das ist halt Spanien....": Entsprechende Probleme, die sich in den deutschsprachigen Heimatländern nicht stellen würden, werden mit Vorsicht und Bedacht entschärft und überwunden.  
Andererseits wird das zuweilen labile Image des spanischen Rechtsstaates als Vorwand herangezogen, um Unangenehmen aus dem Wege zu gehen. So werden bestimmte Vorschriften, insbesondere Steuergesetze, z.B. als nutzlose Papiertiger belächelt oder schlicht kaltblütig missachtet. Dies mag sich in bestimmten Situationen, etwa bei der Nichtdeklaration von im Ausland erzielten Kapitalerträgen, problemlos durchsetzbar sein. Schon problembehafteter leben aber Deutschsprachige, die sich keinen Deut um lokale Steuerbestimmungen kümmern. Etwa solche Personen, die 300 oder mehr Tage im Kalenderjahr als Touristen in ihrer "Ferienimmobilie" weilen und auf Einwände hinsichtlich einer effektiv unbeschränkten Steuerpflicht mit einem "Das ist halt Spanien...." kontern, oftmals noch mit dem Hinweis garniert, dass ja immobilienbezogene Abgaben brav geleistet werden. So fristen unseres Erachtens vor allem Vermögende, mehrheitlich Deutsche aber auch etliche Schweizer, ein "iberisches Pulverfass-Dasein", das sich vielfach mit geeigneten Massnahmen indes noch rechtzeitig entschärfen liesse. Sicher ist in diesem Zusammenhang, dass die diesbezügliche Toleranz und "Laissez-faire-Politik" der spanischen Steuerbehörden allmählich zur Neige kommt.
Ein weiteres "Pulverfass", das gar alle Spanien-Auswanderer (auch solche, die integer sämtliche Vorschriften respektieren) betrifft, liegt in der spanischen Erbschaftsbesteuerung. Das potentiell Explosive gründet hier auf der häufigen Tabuisierung des Themas sowie darauf, dass die spanischen Erbschaftssteuerbestimmungen vielfach weitgehend unbekannt sind und in ihrer Tragweite unterschätzt werden. Als Folge davon bleiben mögliche Gestaltungsmassnahmen (etwas vor der Auswanderung oder in Spanien selbst) missachtet, was unangenehme Belastungskonsequenzen haben kann. Dies gilt übrigens auch für Personen mit tatsächlichem Hauptwohnsitz in der Schweiz (bzw. Deutschland oder Österreich), welche in Spanien Immobilien oder Unternehmen besitzen und daher eine beschränkte Steuerpflicht begründen können. Die Eurpoa-weit höchsten Erbschaftssteuersätze (theoretische Belastungen von über 80%!), mickrige Freibeträge, die (vornehmliche) Anknüpfung beim Erwerber (also z.B. beim Erben) und nicht beim Erblasser, das Fehlen von Doppelbesteuerungsabkommen im Bereiche der Erbschaftssteuern verlangen zumindest eine nüchterne Konfrontation mit Steuerbelangen. EMIGRATION NOW kann an Orientierungsgesprächen hierzu die wichtigsten Hinweise abgeben und in Kooperationen mit lokalen Steuerberatern Umsetzungslösungen bieten. 

Costa Rica: Neues Einwanderungsgesetz

Zum 12. August 2006 ist in Costa Rica ein neues Einwanderungsgesetz (Ley General de Migración y Extranjeria Ley 8487, Gesetzestext auf Anfrage bei EMIGRATION NOW erhältlich) in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sehen drastische Verschärfungen, insbesondere hinsichtlich der illegalen Einwanderung, vor. Allerdings mangelt es in Costa Rica an Ressourcen, um das neue Gesetz effektiv umzusetzen. Auch hat die Administration unter dem im Februar 2006 neu gewählten Präsidenten Óscar Arias Sánchez bereits eine Entschärfung der drakonischsten Bestimmungen in Aussicht gestellt.

Das neue Regelwerk richtet sich vor allem gegen jene Einwanderer (vor allem aus Nicaragua), die aus wirtschaftlicher Not ohne entsprechende Aufenthalts- bzw. Arbeitsbewilligungen zuziehen oder zugezogen sind, während es die Rahmenbedingungen für privilegierte Einwanderer, namentlich Rentistas und Pensionistas sowie Investoren mit entsprechenden finanziellen Mitteln, im Grossen und Ganzen unverändert lässt (sofern aber korrekt umgesetzt, dürfte die bislang von etlichen Daueraufenthaltern gepflegte Praxis der Ein- und Ausreise alle drei Monate zur Aufrechterhaltung des Touristenstatus nicht mehr toleriert werden).

Das Gros der EMIGRATION NOW-Kunden, die es nach Costa Rica zieht, sind Investoren, Rentner und Privatiers. Für erstere beide Gruppen bleiben die finanziellen Grundvoraussetzungen unverändert. Investoren haben mindestens 200'000 USD (in gewissen Tourismusbereichen minimal 50'000 USD) einzusetzen, um eine Daueraufenthaltsbewilligung zu erhalten. "Rentistas" erhalten diese dagegen bei Vorlage einer staatlichen Rente von mindestens 600 USD monatlich. Hinsichtlich der Privatiers, die in Costa Rica nach einem Daueraufenthalt ohne Erwerbstätigkeit trachten, hat das neue Gesetz für reichliche Unklarheiten gesorgt. Bislang musste ein Rentista ein bankgarantiertes monatliches Einkommen von 1'000 USD für eine Zeitspanne von fünf Jahren nachweisen (bzw. eine Überweisung von 60'000 USD auf ein lokales Bankkonto veranlassen), um die "Residencia" für sich, den Ehegatten und minderjährige Kinder zu erhalten. Das neue Gesetz enthält aber (in sich widersprechende) Passagen, die ein Nachweis von je 60'000 USD für den Hauptantragsteller und für den Ehepartner sowie von weiteren 30'000 USD je unmündiges Kind bedingen würden.   
 
EMIGRATION NOW bietet hinsichtlich Costa Rica umfassende Beratung, für gewisse Rechtsgebiete in Kooperation mit in San José domizilierten Anwaltssozietäten, an. Costa Rica ist in Mittelamerika die beliebteste Auswanderungsdestination von deutschsprachigen Wegzüglern. Besonders Nichterwerbstätige schätzen die phantastischen Landschaften, die weitgehende Steuerfreiheit (Costa Rica besteuert nach dem Territorialprinzip) und die im Vergleich zu den umliegenden Ländern ausgeprägtere persönliche Sicherheit.

Liechtensteinische Lebensversicherungen: Für EWR-Auswanderer tauglich?

Als 1995 Liechtenstein dem Kapitalverkehrs- und Dienstleistungsfreiheit garantierenden Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beitrat und sich ein EWR-konformes Versicherungsaufsichtsgesetz gab, sahen viele die rasche Etablierung eines eigenständigen Versicherungsstandortes voraus. Die anfänglich euphorischen Visionen blieben zwar enttäuscht, doch hat sich der liechtensteinische Versicherungsplatz kontinuierlich entwickeln und an Bedeutung gewinnen können. War vor 1995 überhaupt keine Versicherung (CH-Agenturen ausgenommen) präsent, sind mittlerweile 33 Assekuranzen im Fürstentum domiziliert. Insgesamt verwalteten Ende 2005 31 Gesellschaften (die zwei übrigen sind Neugründungen dieses Jahres) Vermögen von 9,4 Mrd. CHF (als Vergleich: FL-Banken 148 Mrd., UBS weltweit 2'652 Mrd. CHF). Neben wenigen Nischen-Sachversicherern (z.B. Kunstversicherung) und Captives etablierten sich vor allem Lebensversicherer, welche danach trachten spezifisch liechtensteinische Vorteile in Policen umzuwandeln, die dank der sog. Einheitslizenz direkt ex Liechtenstein in alle EWR-Mitgliedstaaten (sowie dank einem bilateralen Versicherungsabkommen auch in die Schweiz) ohne weitere Bewilligungsverfahren angeboten werden können. Entsprechend haben liechtensteinische Lebensversicherungen in Liechtenstein einen ansehnlichen Bekanntheitsgrad erlangt, vor allem in Deutschland und im Vermögensverwaltungsland Schweiz. Doch die Reputationsprobleme Liechtensteins, fragwürdige Vertriebsstrukturen einzelner Anbieter sowie undifferenziert vorgetragene Chancen-/Nutzen-Erwägungen sorgen heute bei Interessenten für reichlich Konfusion über das Wesen der FL-Lebensversicherungen. Aus diesem Grunde versucht dieser Beitrag etwa Licht ins Dickicht der Opportunitäten zu bringen.

 
Warum liechtensteinische Lebensversicherungen wählen?
 
FL-Lebensversicherungen müssen gegenüber den lokal konstruierten LV-Produkten freilich punktuell relative Vorteile aufweisen, damit sie überhaupt in Betracht gezogen werden. Etwaige Zusatzvorteile resultieren aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VersAG), welches das Verhältnis zwischen Behörden und Assekuranten regelt, sowie aus dem Versicherungsvertraggesetz (VersVG), welches die Liaison zwischen Kunde und Versicherer definiert. Aufsichtsbezogen liegen die komparativen Vorteile Liechtensteins darin, dass bereits 1996 die dritte Generation der EU-Versicherungsrichtlinien umgesetzt wurde. So erfolgt im Fürstentum keine materielle Aufsicht, d.h. Produkte, Tarife, Klauseln usw. müssen nicht vorgängig der Aufsichtsbehörde zur Prüfung und Genehmigung präsentiert werden. Da in manchen EU-Ländern die erwähnte Richtlinie noch nicht volle Wirklichkeit ist, entstehen für FL-Versicherer vor allem in der vergleichsweise flexibleren Produktgestaltung Wettbewerbsvorteile. Die Versicherungsaufsicht im Fürstentum sorgt in der Praxis für die Wahrung der Interessen der Versicherten sowie für die Einhaltung der Gesetze. Wichtigste Aufgabe ist indes die Solvenzaufsicht; es wird überwacht, dass die Solvenz erhalten bleibt und die erforderlichen Rückstellungen gebildet sind, da Versicherungsunternehmen jederzeit in der Lage sein müssen, ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen zu können. Kundenseitig interessieren darüber hinaus die Vorteile, die sich mitunter aus dem VersVG ergeben. Sie werden standesadäquat fürstliche Privilegien genannt. Es handelt um:
Konkursprivileg: Sind der Ehegatte oder die Nachkommen des Versicherungsnehmers Begünstigte, so unterliegen gemäss Art. 78 VersVG vorbehaltlich allfälliger Pfandrechte weder der Versicherungsanspruch des Begünstigten noch derjenige des Versicherungsnehmers der Exekution zugunsten der Gläubiger oder dem Konkurs des Versicherungsnehmers oder des Begünstigten. Dem Ehegatten gleichgestellt sind Personen, die mit dem Versicherungsnehmer in eheähnlicher Gemeinschaft leben. Einen vollen Schutz vor Exekution zugunsten der Gläubiger des Versicherungsnehmers ergibt sich auch bei anderen Begünstigten, sofern die entsprechende Begünstigung unwiderruflich statuiert wird.
 
Anlageprivileg: Ermöglicht (für gewisse LV-Erzeugnisse) grundsätzlich die freie Wahl der Anlange des versicherten Vermögens (s. nachfolgende Ausführungen zur massgeschneiderten Vermögenshaltung via FL-LV)
 
Steuerprivileg: Hier wird als "Sonderrecht" bezeichnet, dass Zinsen, Dividenden und thesaurierte Gewinne der Versicherung steuerfrei zufliessen, ebenso wie Prämienzahlungen (die 2,5%ige Stempelabgabe auf durch Einmalprämien finanzierte rückkauffähige Lebensversicherungen entfällt für Versicherungsnehmer mit ausländischem Wohnsitz) und Auszahlungen von Lebensversicherungen frei von Liechtensteinischen Steuern sind. Als Steuerprivileg bezeichnet zudem FL-Assekuranten die Opportunität LV-Produkte unter Berücksichtigung ausländischer Steuerrechtsregelungen ausgestalten zu können. Diese Option wird besonders hinsichtlich Deutschland rege genutzt; so substantiiert z.B. eine liechtensteinische Assekuranz derzeit deutsches Steuerrecht zu Absatzzwecken, indem sie Deutschen eine raschen Policenerwerb und sog. Kettenschenkungen empfiehlt, weil in Kürze das Verfassungsgericht in Karlsruhe Gestaltungsmöglichkeiten des jetzigen Erbschaftsrechts einschränken dürfte. 
 
Stiftungsprivileg: Recht phantasiegeladen ist hier gemeint, dass die individuelle und revidierbare Bezeichnung der Begünstigten dem Vermögenswidmungswesen einer Stiftung gleichkommt.
 
 Diskretionsprivileg: Der Schutz der Privatsphäre wird auch in Assekuranzbelangen hochgeschrieben, denn das Versicherungsgeheimnis (Art. 44 VersAG) verpflichtet zeitlich unbegrenzt Organe, Mitarbeiter und verbundene Drittpersonen zur Geheimhaltung von nicht öffentlich bekannten Tatsachen, die ihnen aufgrund der Geschäftsverbindungen mit Kunden anvertraut oder zugänglich gemacht worden sind. Sensible Daten über Policen, Versicherungsnehmer, Begünstigte, Rückkauf, Auszahlungen usw. dürfen also nicht weiter gegeben werden. Zudem dürfen Regierung oder Aufsichtsbehörden amtliche Auskünfte an ausländische Pendants nur dann erteilen, wenn die öffentliche Ordnung und das Versicherungsgeheimnis dadurch nicht verletzt werden. Faktisch ist das liechtensteinische Versicherungsgeheimnis also dem Bankgeheimnis ebenbürtig. Kurzum, wer dies wünscht, kann liechtensteinische Versicherungsbeziehungen steuerneutralisiert gestalten.   
 
Ferner fügen wir noch einige wissenswerte VersVG-Partikularitäten an, die Interessenten sich vergegenwärtigen sollten: · Wird über ein Versicherungsunternehmen der Konkurs eröffnet, so erlischt der Vertrag mit Ablauf von vier Wochen ab Konkurseröffnung. Im Falle der Lebensversicherung kann der Versicherungsnehmer das Deckungskapital zurückfordern · Schliesst der Versicherungsnehmer einen Einzel-Lebensversicherungsvertrag ab, so kann er von diesem Vertrag, wenn dessen Laufzeit sechs Monate übersteigt, innerhalb von einem Monat zurücktreten. Die Rücktrittserklärung ist schriftlich einzureichen und befreit für die Zukunft von allen Verpflichtungen. Hat der Versicherungsnehmer die Prämie für ein Jahr entrichtet, so kann er den Lebensversicherungsvertrag kündigen. Die Kündigung hat vier Wochen vor Beginn einer neuen Versicherungsperiode schriftlich zu erfolgen · Bei einer Lebensversicherung bedürfen Abtretung und Verpfändung des Anspruchs der schriftlichen Form und der Übergabe der Police. Die Versicherung kann an den früheren Anspruchsberechtigten mit schuldbefreiender Wirkung leisten, solange ihm die Abtretung oder Verpfändung nicht angezeigt ist · Die Versicherung ist verpflichtet, jede Lebensversicherung, für welche die Prämien wenigstens für drei Jahre entrichtet worden sind, auf Begehren des Versicherungsnehmers ganz oder teilweise in eine beitragsfreie Versicherung umzuwandeln · Ein Versicherungsunternehmen ist verpflichtet, auf Anfrage des Versicherten binnen vier Wochen den Umwandlungswert oder den Rückkaufswert der Lebensversicherung zu berechnen und mitzuteilen. Der Versicherer muss überdies auf Anfrage jene Angaben machen, die zur Ermittlung des Umwandlungswertes oder des Rückkaufswertes für Sachverständige erforderlich sind. Stellt der Versicherungsnehmer das Rückkaufsbegehren, so wird die Rückkaufsforderung innert vier Wochen fällig · Eine Versicherung auf fremdes Leben ist nichtig, wenn nicht diejenige Person, auf deren Tod die Versicherung abgeschlossen ist, vor Abschluss des Vertrages schriftlich ihre Zustimmung erteilt hat. Der Versicherungsanspruch kann ohne Zustimmung des Dritten abgetreten werden · Der Versicherungsnehmer ist befugt, ohne Zustimmung des Versicherers einen Dritten gänzlich oder partiell als Begünstigten zu bezeichnen · Der LV-Versicherungsnehmer kann auch dann, wenn ein Dritter Begünstigter ist, über den Versicherungsanspruch unter Lebenden und von Todes wegen frei verfügen, ausser die Police ist unwiderruflich gestaltet und dem Begünstigten übergeben.

Anbieter und Produkte
 
Im Internet könnten Interessenten für FL-LV den Einruck gewinnen, dass die Assekuranz CapitalLeben (eine von LGT Bank in Liechtenstein, Liechtensteinische Landesbank, Liechtensteinische Verwaltungs- und Privatbank sowie Uniqa kontrollierte Schaaner LV-Assekuranz) sowie allenfalls die eher auf Kleinkunden spezialisierte "Produktfabrik für unabhängige Versicherungsvertriebe" PrismaLife (zu 84,5% von Hypo-Alpe-Adria Consultants beherrscht) eine vollends dominierende Stellung einnehmen. Ihre Produkte werden speziell in Deutschland aggressiv vertrieben, was auch in hohen Marktanteilen resultiert. Indes raten wir FL-LV-Interessenten auch Angebote, Preise, Leistungen und Bonität der übrigen 15 Lebensversicherer (so z.B. American Security Life, ASPECTA, CS Life & Pensions, Fortuna, Plenum, Quantum Leben, Skandia Leben, Swiss Life, UBS Global, UNIQA, Valorlife oder Viennalife) zu berücksichtigen. Insgesamt sind im Fürstentum (fast) alle Lebensversicherungsspielarten anzutreffen. Absatzrenner sind fondsgebundene Lebensversicherungen sowie massgeschneiderte Produkte für vermögende Privatanleger. Bei den fondsgebundenen Lebensversicherungen handelt sich um Produkte auf den Todes- und Erlebensfall, bei denen der Versichte an der Wertentwicklung bestimmter Kapitalanlagen beteiligt wird. Mit seinen Beiträgen, nach Abzug der Risiko- und Kostenanteile, erwirbt der Versicherungsnehmer Anteile an Aktien- Renten-, Immobilienfonds sowie gemischte Fonds oder Sondervermögen. Die Höhe der Versicherungsleistung wird durch den Kurswert der gutgeschriebenen Anteilseinheiten bestimmt. Der Versicherungsnehmer trägt somit das Anlagerisiko. Fondsgebundene Versicherungen sind freilich keine Liechtensteiner Domäne, doch hinsichtlich der Fondswahl gibt es kaum Anlagerestriktionen (was für den Versicherern eine differenzierte Produktkonstruktion ermöglicht; so sind allerlei Spezialfonds, z.B. auch Hedge-Funds, verfügbar), denn der Betrieb der fondsgebundenen Lebensversicherung unterliegt ausschliesslich einer Bewilligungspflicht nach VersAG. Die in diesen Versicherungsprodukten enthaltenen Investmentunternehmen bedürfen dagegen keiner Konzession oder Bewilligung nach dem IUG, da dies nicht als Vertrieb von Investmentunternehmen angesehen wird, sondern die Lebensversicherungsunternehmen als institutionelle Anleger lediglich in diverse Anlagefonds investieren.

Massgeschneiderte Vermögenshaltung via FL-Lebensversicherungen

Angesprochen seien hier die massgeschneidert gestalteten Lebensversicherungen, welche eine Kombination zwischen individueller Wertschriftenverwaltung und Lebensversicherung ermöglichen. Dabei können beliebige fungible und depotfähige Wertpapiere sowie Konti als Prämie eingebracht werden (die direkte Entgegennahme von Bargeld oder von Schecks zur Prämienzahlung ist den Lebensversicherungen untersagt; bei Bareinzahlungen am Post- oder Bankschalter haben sie Belege über die Herkunft der Gelder einzufordern). Diese Mittel gelangen bei einer frei wählbaren Bank auf ein auf den Lebensversicherer lautendes Konto, worauf die Police aktiviert und einen Versicherungsschein zugestellt wird. Die Mittel können vom Versicherungsnehmer selbst oder von einem Vermögensverwalter nach Wahl frei verwaltet werden. Das Wertentwicklungsrisiko tragen stets Versicherungsnehmer bzw. Anspruchsberechtigte.
Die Policen werden für Kunden mit Steuerpflicht u.a. in Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Italien, Polen oder Schweden steueroptimiert ausgestaltet
Zum Repertoire der Lebensversicherer gehören aber auch stets Produkte für Versicherte, die nirgendwo steuerpflichtig sind oder einer nationalen Steuerpflicht entfliehen wollen. Diese finden derzeit eine zunehmende Nachfrage, etwa um das Stiftungsprivileg zu nutzen. Vor allem aber werden solche "universelle" Produkte für in europäischen Bankgeheimnisplätzen (Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Luxemburg) steuerneutralisiert gehaltene Obligationen- bzw. Zinsproduktportefeuilles gewählt, denn durch den Versicherungsmantel entfällt die Zinsbesteuerung. Die Erosion des Grandfathering-Angebotes sowie das Ansteigen des Steuerrückbehaltes auf 35% wird einen weiteren Nachfrageschub provozieren.
Weitere Informationen und Empfehlungen zum Thema FL-Lebensversicherungen können anlässlich von EMIGRATION-NOW-Orientierungsgesprächen in Erfahrung gebracht werden.

Tagesseminar für steuergebeutelte BRD-Mittelständler, die eine Zuwanderung in die Schweiz in Erwägung ziehen

"Hilf Dir selber, so hilft Dir Gott": Dieses Bonmot gilt - so die Feststellung der vom befreundeten Düsseldorfer Verlag markt intern GmbH herausgegebenen Fachpublikation steuertip - in BRD-Steuerbelangen auch unter Angela Merkel. Zwar steht eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes in Aussicht, doch wegen der gleichzeitig anvisierten Erweiterung der steuerlichen Bemessungsgrundlage wird der Mittelstand kaum signifikante Steuerlastreduktionen festzustellen. Deswegen sind für mittelständische deutsche Unternehmer/n weiterhin kreative Steuergestaltungsmöglichkeiten gefragt. Gerade bei bzw. mit grenzüberschreitendem Bezug ergeben sich valable Gelegenheiten, vor allem wenn diese vom Gesetzgeber nicht über Nacht abgeschafft werden können, weil Grundgesetz oder völkerrechtliche Verträge es nicht zulassen. Einige dieser Opportunitäten werden Ende November an einem vom markt intern organisierten Zürcher Tagesseminar von den Steuerexperten RA Dr. Hanspeter Daragan (Bremen) und Dipl.-Finanzwirt Lutz Alpers (Rengsdorf/Gibraltar) präsentiert. Die Referenten werden z.B. aufzeigen, wie Mittelständler in der deutschen Unternehmensbilanz gebildete Pensionsrückstellungen bei Schweizer Wohnsitz frei von deutschen Steuern vereinnahmen können. Solche Zahlungen sind in der BRD steuerlich betrachtet keine Renten, sondern Ruhegehaltszahlungen, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit darstellen und daher gemäss DBA i.d.R. in Deutschland (häufig zu Höchstsätzen) besteuert werden. Allerdings besteht eine mit der helvetischen Steuerverwaltung abgestimmte legitime Möglichkeit, Deutschland durch bestimmte Massnahmen das Besteuerungsrecht für die Ruhegehaltszahlungen zu entziehen. Die Einzelschritte dazu werden die Referenten im Detail erläutern. Da es hierzu eines helvetischen Wohnsitzes bedarf, wird Martin Kaufmann von EMIGRATION NOW die Schweizer Pauschalbesteuerung charakterisieren und sie zur ordentlichen Schweizer Besteuerung nach Welteinkommensprinzip abgrenzen. Nicht nur CH-Bezug haben die weiteren Beiträge der beiden Experten des internationalen Steuerrechts. So werden sie darlegen, wie Unternehmer die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG vollends entschärfen können und wie sie ihre konsolidierte Ertragsteuerbelastung fast halbieren und gleichzeitig die Bemessungsgrundlage für die Erbschaftsteuer auf vernachlässigbare Beträge herunterfahren können. In Sachen Erbschaftsteuerplanung wird ferner ein zusätzlicher "grenzüberschreitender" Weg dargelegt, um die Erbschaftsteuer praktisch auf Null zu senken und gleichlaufend einen Schutz vor Zugewinnausgleichs- und Unterhaltszahlungen zu schaffen. Schliesslich wird erläutert, wie die erbschaftssteuerliche Bemessungsgrundlage von Immobilien, z.B. durch Bestellung von Niessbrauchsrechten, massiv reduziert werden kann.

Das Seminar findet am 24. November 2006 (10.30-17.00 Uhr) im Hotel Renaissance in Zürich-Glattbrugg in unmittelbarer Nähe des Flughafens statt. Die Seminargebühr beträgt 348 €, inkl. Unterlagen, Getränke und Mittagessen. Die Anmeldungformalitäten sind via info@auswanderung.ch  in Erfahrung zu bringen.

Perpetual Traveler: Steuerfreiheit durch Dauerreisen?

Immer häufiger registriert EMIGRATION NOW Wünsche nach Unterstützung durch Auswanderer, die sich in verschiedenen Länder unserer Erde aufhalten werden und dabei nirgends einen festen Wohnsitz begründen möchten. Es handelt sich hierbei einerseits um Personen mit mehreren ausländischen Domizilen, die turnusgemäss genutzt werden, sowie andererseits um Abenteurer, die über Jahre (z.B. per Segelschiff, Yacht, Wohnmobil) die Welt bereisen wollen. Zudem sind auch mobile und vermögende Interessenten zu erwähnen, die aus steuerlichen Gründen ihren Lebensstil derart anpassen möchten, dass keine Einkommens- und Vermögenssteuerlasten anfallen.

Aus der Warte der direkten Besteuerung ist ihre Idee bestechend einfach: Durch Dauerreisen unter Berücksichtigung der Steuerpflichtregeln der Aufenthaltsorte jegliche unbeschränkte Steuerpflicht vermeiden. So sehen z.B. manche Steuerhoheiten, z.T. selbst bei selbst genutztem Immobilienbesitz, eine Steuerpflicht erst ab einem Aufenthalt von 183 Tagen (aufeinanderfolgend - je Kalenderjahr - jahresübergreifend - über zeitlich gewichtete Berechnungen) vor. Wer z.B. den Frühling in den USA, den Sommer in der Schweiz, den Herbst in Italien und den Winter in der Karibik als Tourist verbringt und nirgends resident ist, kann allen unbeschränkten Steuerpflichten entgehen. Dieser (inoffizielle) Status des sog. Perpetual Traveler ist für nicht erwerbstätige Privatiers unter Umständen durchaus realisierbar, bedarf aber sorgfältiger Vorabklärungen und ist im Einzellfall stets gegenüber einer ständigen Wohnsitznahme (in einem steuergünstigen oder -freien Land) abzuwägen.
 
Zu den Abklärungen gehört zunächst einmal die Eruierung der Regelungen, welche die (unbeschränkten) Steuerpflichten in den jeweiligen Aufenthaltsländern begründen. Wer z.B. die Aufenthaltsdauern, die Touristen üblicherweise ohne weiteres gewährt (1-3 Monate) werden, einhält, kann i.d.R. ein steuerfreies Dauerreisen geniessen. In manchen Ländern sind auch längere Aufenthaltsdauern gestaltbar. Bei Dauerreiseabsicht kann dagegen die Abmeldung am Orte des letzten Wohnsitzes in der Schweiz problematisch sein. So wird etwa eine Abmeldung infolge einer auch überjährigen Weltreise oft nicht hingenommen, weil keine Absicht des dauernden Verbleibs im Ausland besteht. Heikel im Hinblick auf eine steuerliche Verabschiedung als Perpetual Traveler kann sich auch der Besitz von eigenen Wohnstätten, die für Kurzaufenthalte oder Ferien freigehalten werden, entpuppen. Hier anhängend könnte die Steuerbehörden sich auf den Standpunkt stellen, dass die helvetische Wohnstätte den Ort des Lebensmittelpunktes darstellt, zumal ja im Ausland für Dauerreisende kein solcher zu identifizieren ist. In solchen Fällen sind eine zweckorientierte Aufgleisung des Vorhabens sowie das Sammeln von Beweisen, welche die helvetische Steuerpflicht entschärfen, unabdingbar, denn die tatsächlichen Verhältnisse des Einzelfalles werden ausschlaggebend sein.             
 
Doch nicht nur in steuerlichen Belangen bedingt Dauereisen eine umfassende Vorbereitung. Denn stets gilt es für eine Reihe von aussersteuerlichen Sachverhalten Lösungen zu finden, die je nach Einzelsituation u.U. akrobatische Massnahmen bedingen, die manchmal auch aufgrund einer Kosten-/Nutzenabwägung dazu führen, dass trotz des Dauerreisens ein (steuergünstiger) Hauptwohnsitz im Ausland etabliert wird. Hierzu eine Auswahl von Fragen, die an Orientierungsgesprächen regelmässig fallen: Wo wird der helvetische Pass verlängert? Was geschieht bei Passverlust? Wo werden Fahrzeuge eingelöst und wie werden diese versichert? Wie lässt sich eine Privathaftpflichtversicherung abschliessen? Wie sind Bankgeschäfte zu gestalten? Welche Kredit- und Debitkarten lassen sich einsetzten? Kann Vorsorgekapital bar ausbezahlt werden? Was ist bei Renten zu beachten? Welche grundsätzlichen Vorsorgemassnahmen sind zu treffen, wenn ein Beitritt zur freiwilligen AHV aufgrund des fehlenden Wohnsitzes und ohne Immatrikulation verunmöglicht wird?

Vermögensbesteuerung in Frankreich

Weltweit belasten nur wenige Staaten das Gesamtvermögen von Steuerpflichtigen mit Steuern. Die meisten beschränken sich auf eine irgendwie geartete Besteuerung von Immobilienvermögen, verzichten aber das übrige Vermögen zu erfassen. Ausnahmen sind in Europa z.B. Frankreich, Spanien, Island, die skandinavischen Länder und bekanntlich die Schweiz. In der Schweiz werden bereits kleinere Vermögen besteuert, in den meisten Kantonen indes recht moderat, was mehrheitlich auch für Grösstvermögen gilt.
 
Anders gelagert ist die Situation in Frankreich, wo Kleinvermögen unbelastet, mittlere Vermögen mit gnädiger Härte und Grossvermögen unbarmherzig angetastet werden (entsprechend heisst die Vermögenssteuer auch Impot de Solidarité sur la Fortune, eine Bezeichnung, welche die staatliche Umverteilungsabsicht explizit kennzeichnet). Zur Illustration seien vorab die aktuell geltenden Steuersätze angeführt:
 
Vermögen bis 750'000 € gilt als Freibetrag, d.h. Steuersatz 0% - Vermögen von 750'001 bis 1'200'000 €: 0,55% - 1'200'001 bis 2'380'000 €: 0,75% - 2'380'001 bis 3'730'000 €: 1% - 3'730'001 bis 7'140'000 €: 1,3% - 7'140'001 bis15'530'000 €: 1.65 % - Ab 15'530'001 €: 1,8%
 
Dieser Solidaritätssteuer unterliegen natürliche Personen, die in Frankreich Wohnsitz bzw. Ansässigkeit haben. Die Steuer betrifft dann nicht nur inländische, materielle und immaterielle Vermögen, sondern der weltweite Reichtum eines Steuerpflichtigen (Personen mit ausländischem Wohnsitz sind dagegen nur beschränkt steuerpflichtig und haben nur französisches Vermögen zu versteuern). Die Vermögenssteuer ist jeweils bis Mitte Juli vom in Frankreich unbeschränkt Steuerpflichtigen selbst zu veranlagen (für Steuerausländer gelten andere Fristen), wobei der 1. Januar eines Kalenderjahres als Stichtag für die Vermögensbewertung herangezogen werden muss.
 
Angesichts der bei höheren Vermögen prohibitiven Steuerbelastungen, stellt sich die Frage, warum Vermögende überhaupt noch in Frankreich leben. Dies hängt damit zusammen, dass Betriebsvermögen zumeist von der persönlichen Vermögensteuer ausgenommen ist (hierzu gibt indes diverse zu berücksichtigende Voraussetzungen und Bedingungen, die teils zu Abgrenzungsschwierigkeiten und entsprechenden Streitigkeiten führen) und dass (komplex zu errechnende) Plafonierungen bestehen, welche mitunter das Verhältnis der Einkommensteuerbelastung zuzüglich der potentiellen Vermögenssteuerbelastung zum steuerbaren Einkommen mitberücksichtigen.
 
Diese simplifizierte Kurzdarstellung umfasst lediglich die Grundzüge der französischen Vermögensbesteuerung. Im Auswanderungsfalle empfiehlt es sich insbesondere bei höheren Vermögen, die vermögenssteuerlichen Konsequenzen des Wegzuges im Voraus zu beleuchten. EMIGRATION NOW gibt in Orientierungsgesprächen hierzu erste Übersichten ab und kooperiert mit versierten deutschsprachigen Steuerberatern, die Ausgewanderte in Frankreich auch bei möglichen steuermindernden Gestaltungsmassnahmen und freilich bei der Deklaration unterstützen können. Diese Dienstleistungen können sich darüber hinaus auch auf die übrigen Steuerarten (speziell die Einkommenssteuer) und Sozialabgaben des Hochsteuerlandes Frankreich beziehen. Angesichts der Komplexität des französischen Steuerrechts ist engagierte Steuerberatung vor Ort praktisch unabdingbar, speziell bei höheren Vermögen oder Einkommen, grenzüberschreitenden Besitztümern und bei unternehmerischen Aktivitäten. Nichtsdestotrotz: Der im Vergleich zur Schweiz unter Umständen etwas kompliziertere und womöglich kostspieligere Umgang mit dem französischen Fiskus verdirbt in der Regel eine Auswanderung kaum. Die vielen Vorzüge der "Grande Nation" machen diese Nachteile für Frankreich-Begeisterte wett.

Die Philippinen fördern die Einwanderung ausländischer Privatiers

Als Privatier nahezu steuerfrei zu leben ist in etlichen (aussereuropäischen) Ländern dieser Welt möglich, so in diversen asiatischen Ländern wie z.B. in den Philippinen, welche dort ansässigen, nichterwerbstätigen Ausländern eine weitgehende Entlastung von direkten Steuern ermöglichen. Trotzdem werden ausländische Zuzüger staatlicherseits umgarnt, denn indirekt beleben sie die Volkswirtschaft, indem sie Immobilien erwerben, Hauspersonal anstellen und ihren Lebensaufwand bestreiten.

Zur Domizilierung von Ausländern kennen die Philippinen u.a. das sog. Special Resident Retiree's Visa (SRRV), eine Daueraufenthaltsbewilligung, welche ein Recht auf Hauptwohnsitz sowie unlimitierte Grenzübertritte (multiple-entry-Privileg) gewährleistet. Das SRRV steht Privatiers ab einem Alter von 35 Jahren offen. Haupterfordernis ist eine Bankeinlage mit minimal sechsmonatiger Laufzeit, die wahlweise bei Bank of Commerce, Chinatrust Commercial Bank, Equitable PCI Bank oder Metropolitan Bank and Trust Company zu erfolgen hat. Gerade letzte Woche, zum 29. Mai 2006, hat das philippinische Immigrationsministerium die geforderte Einlagenhöhe drastisch gesenkt, was den stablien Willen der Regierung, neue finanziell unabhängige Ausländer anzuziehen, unterstreicht. Neu gilt während einer sechsmonatigen Probezeit (wobei durchsickert, dass die reduzierten Einlageerfordernisse auch künftig aufrecht erhalten bleiben), dass Rentner mit Alter ab 50 J. nur noch 20'000 USD (vorher 50'000 $) und Rentner bis 50 Jahre 50'000 USD (vorher 75'000) als Special Reduced Deposit zu hinterlegen haben. Die Visa gelten für den Antragsteller, den Ehepartner sowie für deren unverheirateten Kinder bis Alter 21. Weitere Grundvoraussetzungen liegen in einem guten Leumund (ein blankes polizeiliches Führungszeugnis muss präsentiert werden) sowie in ausreichender Gesundheit (obligatorische medizinische Untersuchung).

Als Vorteile des SRRV-Status werden genannt: Dauerwohnsitz mit Non-Immigrant-Status (was nur eine beschränkte Steuerpflicht für aus philippinischer Quelle generierten Einkünfte impliziert, auch überwiesene Renten bleiben also steuerfrei), Befreiung von Reisesteuern, Familiennachzug, Umzugsgut bis 7'000 $ steuerbefreit, möglicher Wechsel zu Peso- oder €-Einlagen, garantierte Repatriierung der Mittel bei Wegzug.   

Nach sechs Monaten Zwangsanlage kann der Eingewanderte die Einlage herauslösen und die Mittel vor Ort investieren, wobei eine sog. Visitorial Fee von 500 $ (bei 20'000 $) bzw. 750 $ (bei 50'000 USD) fällig wird. Die philippinischen Behörden nennen dabei folgende zulässige Investitionsfelder: Kauf eines Condominiums (Land kann von Ausländern nicht erworben werden), Langzeitmiete (min. 20 Jahre) eines Hauses oder Condominiums, Erwerb von an der Philippine Stock Exchange kotierten Aktien, Beteiligungen an Golf oder Country Clubs.

EMIGRATION NOW kann Interessierte, die einen Wohnsitz in den Philippinen anvisieren, umfassend unterstützen und begleiten.

Deutschland-Zuwanderer: Steuerfalle BVG-Kapitalbezug und Ermittlung der mutmasslichen BRD-Steuerlast 
 
Der Bezug von Schweizer BVG-Vorsorgekapital infolge Auswanderung war bislang auch bei unbeschränkter Steuerpflicht in Deutschland (z.B. aufgrund von Wohnsitznahme) ohne deutsche Besteuerung vornehmbar. Dies hat sich indes ab 2005 geändert. EMIGRATION NOW hat hierzu ein bedeutendes, grenznahes Finanzamt um eine Stellungnahme gebeten. Das Finanzamt hat uns daraufhin mit einem "Entwurf einer Pressemitteilung" versorgt, die wir nachfolgend kursiv wiedergeben. Die Mitteilung beginnt mit einer Erklärung zum diese Besteuerungsänderung herbeiführenden Alterseinkünftegesetz: "Mit dem Alterseinkünftegesetz vom 5. Juli 2004 hat der deutsche Gesetzgeber auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 6. März 2002 reagiert. Die Richter hatten festgestellt, dass die unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen und Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes vereinbar ist. Die entscheidende Neuregelung durch das Alterseinkünftegesetz ist der Übergang zur sog. nachgelagerten Besteuerung von Altersbezügen. Für Beitragszahler und Rentner bedeutet dies: Die Bezüge von Rentern werden nach und nach steuerpflichtig. Dafür werden die während des Berufslebens in die Altersvorsorge eingezahlten Beiträge für jeden Erwerbstätigen Schritt für Schritt von der Einkommenssteuer freigestellt".
Daraufhin wird festgestellt, dass die Neuregelung der Besteuerung von Altereinkünften auch Auswirkungen auf Steuerbürger hat, die ausländische Renten beziehen. Hinsichtlich der Schweiz werden AHV- und BVG-Leistungen qualifiziert: "Die erste Säule der Schweizer Altervorsorge, die aus der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) bzw. der Invaliditätsversicherung (IV) besteht, ist nach dem deutschen Steuerrecht als gesetzliche Rentenversicherung zu qualifizieren. Auch die zweite Säule der Schweizer Altersvorsorge ist in das deutsche Rechtssystem einzuordnen. Dabei ist zu prüfen, ob die Schweizer Pensionskasse der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung oder der betrieblichen Altersvorsorge entspricht. Jeder Arbeitnehmer, der in der Schweiz tätig ist, wird nach dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge obligatorisch in einer Pensionskasse versichert. Daher ist die schweizerische Pensionskasse als gesetzliche Rentenversicherung anzusehen. Eine Einordnung in die deutsche betriebliche Altersversorgung scheidet wegen der Kapitalisierungsmöglichkeit bei Anschaffung von Wohneigentum (sog. Vorbezug) aus".
Hierauf beschreibt das Finanzamt die Folgen für BRD-Steuerpflichtige, welche Renten erhalten: "Für die Besteuerung ab dem Jahr 2005 ergeben sich folgende Auswirkungen:  In 2005 unterliegen die Alterseinkünfte zu 50% der Besteuerung. Dies gilt für alle Bestandesrenten sowie die in diesem Jahr erstmals gezahlten Renten. Der steuerbare Anteil der Rente wird für jeden neu hinzukommenden Rentnerjahrgang bis zum Jahr 2020 in Schritten von zwei Prozentpunkten auf 80 Prozent du anschliessend in Schritten von einem Prozentpunkt bis 2040 auf 100 Prozent angehoben. Der sich nach Massgabe dieser Prozentsätze ergebende steuerfrei bleibende Teil der Rente wird auf Dauer festgeschrieben. Der Besteuerungsanteil gilt einheitlich und damit auf für die Renten selbständig tätiger und nicht pflichtversicherten Personen".
Schliesslich werden Einmalzahlungen bzw. Kapitalbezüge aus CH-Vorsorge behandelt: "Erhält ein Steuerbürger in 2005 Zahlungen aus der AHV oder einer Schweizer Pensionskasse, ist auf die Zahlungen der Besteuerungsanteil von 50 Prozent anzuwenden. Dies bedeutet, dass 50% der Zahlungen in die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage einfliessen, auf die der individuelle Steuersatz des Einzelnen anzuwenden ist. Dabei sind alle Zahlungen aus der Pensionskasse mit diesem Besteuerungsanteil anzusetzen, beispielsweise auch der Vorbezug oder der kapitalisierte Betrag bei Renteneintritt. Hintergrund hierfür ist eine Gesetzesänderung des § 22 des Einkommensteuergesetzes, nach dem bisher nur Leibrenten, seit 2005 aber auch "andere Leistungen" und somit auch Einmalzahlungen steuerpflichtig sind". Das Finanzamt schliesst den Mitteilungsentwurf mit einem lakonischen Fazit ab: "Die umfassende Änderung der Besteuerung der Altereinkünfte in Deutschland führt dazu, dass Zahlungen aus ausländischen Vorsorgesystemen ebenso wie Zahlungen aus deutschen Vorsorgesystemen neu geregelt werden. Dies bedeutet, dass sowohl für in- als auch für ausländische Altereinkünfte ab dem Jahr 2005 erstmals deutsche Einkommensteuer anfallen kann".
Wir erlauben uns die Bemerkung, dass die Besteuerung von Kapitalbezügen aus Vorsorgeersparnissen zu Härtefällen führen kann und u.U. gar eine privat gewünschte Wohnsitzverlegung nach Deutschland vereiteln könnte. Auch wenn nur die Hälfte des Bezuges (2006: 52%) in die Bemessungsgrundlage fällt, kann dies zu einer Hochschleusung Richtung deutsche Höchststeuersätze führen und die Konsequenz haben, dass in vielen Arbeitsjahren mühselig (zwangs-)ersparte Alterskapital gleich gar um einen Viertel geschmälert wird, nur weil der Bezug ex Deutschland durchgeführt wird.
EMIGRATION NOW kann aber ihrer Klientel individuelle Auswege aus dieser unbefriedigenden Situation aufzeigen. Wichtig ist dabei, dass die entsprechende Planung und Gestaltung des Kapitalbezuges frühzeitig reflektiert wird.     
 
Ohnehin ist die Vergegenwärtigung der steuerlichen Konsequenzen bei Auswanderung nach Deutschland von eminenter Bedeutung. Aus diesem Grunde erlauben wir uns, nachfolgend einen EMIGRATION-NOW-"Beratungsakzent" vom vergangenen August nochmals anzufügen:
 
Deutschland charakterisiert sich im steuerlichen Bereich durch ein äusserst komplexes und dynamisches Steuerecht und durch unter Umständen sehr hohen Belastungen. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden sowie als Entscheidungsgrundlage, rät EMIGRATION NOW allen potentiellen BRD-Auswanderern sowie Rückkehrern, sich anhand der persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen einen Überblick über die künftige Steuerlast zu verschaffen. Eine präventive Steuerberechnung ist vor allem dann indiziiert, wenn Vermögen und/oder Einkommen eine höhere Totalbelastung als in der Schweiz vermuten lassen.
Zur Ermittlung des steuerpflichtigen Einkommens in Deutschland sowie zur Determinierung der mutmasslichen Erbschaftssteuerlast bietet EMIGRATION NOW in Zusammenarbeit mit der Anwaltskanzlei des Fachanwaltes für Steuerrecht Dr. Hermann Theebrath entsprechend individuell ausgearbeitete Berechnungen, welche sämtliche Determinanten (Einkunftsarten, Abzugsmöglichkeiten, Pauschalbeträge, Freigrenzen, Tarife, steuerliche Vorsorgeaspekte, usw.) mitberücksichtigt.
Nach Erteilung eines entsprechenden Auftrages hat der potentielle BRD-Zuzüger anhand eines Fragebogens die individuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse kund zu tun. Hierauf wird die Anwaltskanzlei ein ca. 15 bis 20-seitiges Exposé erarbeiten, das neben einem gut verständlichen Überblick über die deutschen Systeme der Einkommens- und Erbschaftsbesteuerung die individuelle Berechnung der zu erwartenden Steuerlasten enthält. Eine solche zieht im Regelfall ein Pauschalhonorar von 900 CHF (Aufschläge können sich bei komplexen finanziellen Verhältnissen ergeben) nach sich.
EMIGRATION NOW kooperiert mit der erwähnten Steuerrechtskanzlei, um die skizzierten Berechnungen zu attraktiven Konditionen anzubieten. Diese Kanzlei wurde ausgewählt, weil sie über fundiertes Know-how in Fragen des Doppelbesteuerungsabkommens CH-D sowie im deutschen Aussensteuerrecht verfügt. Dieses Wissen und dessen Umsetzung steht allen potentiellen BRD-Auswanderern zur Verfügung.
 
Wohnsitz Gibraltar

Seit 1992 fördert Gibraltar die Wohnsitznahme ausländischer Vermögender durch vorteilhafte Steuerregelungen. Diese Spezialbestimmungen wurden im Laufe der Zeit revidiert und mündeten im heute geltenden Status der Qualifying (Category Two) Individuals. Cat2-Haushalte versteuern im wesentlichen bei einer Minimalabgabe von 14'000 £ lediglich aufgrund einer Bemessungsgrundlage von höchstens 50'000 £., wobei nur im Felsenstaat generierte oder dort überwiesene und verwendete Einkünfte herangezogen werden. Genau werden die ersten 4'000 £ zu 17%, die nächsten 6'000 £ zu 30%, die darauf folgenden 5'000 £ zu 35% und alle darüber hinausgehenden Einkünfte zu 45% besteuert, was angesichts der erwähnten Höchstbemessungsgrundlage eine maximale Steuerbelastung von 19'980 £ per annum. Wer diesen Betrag bezahlen muss oder will, hat nicht einmal eine Steuererklärung einzureichen. Freilich bedarf es als Voraussetzung zur Wohnsitznahme einer Niederlassungsbewilligung, die erteilt wird, wenn genügend Vermögen (> 2 Mio. £) verfügbar ist und der Nachweis einer ausreichend grossen Wohnstätte erfolgt. Ferner sind ein guter Leumund, Gesundheit und eine private Krankenversicherung erforderlich. Im Antragsverfahren müssen eine schriftliche Bankempfehlung sowie eine Referenz eines Wirtschaftsprüfers präsentiert werden. Zur Zeit profitieren weniger als 300 Personen, davon nur wenig deutschsprachige, vom Cat2-Angebot des britischen Überseegebietes. Trotz Dauersonnenschein gilt Gibraltar, das auf wenigen Quadratkilometern rund 28'000 Einwohner zählt, als wenig begehrter Wohnsitz. Die relative Attraktivität als Hauptdomizil dürfte aber in nächster Zeit an Bedeutung gewinnen, insbesondere falls der spanische Fiskus die vielen Ausländer, welche in Andalusien residieren und dort (bislang geschont) irregulär versteuern, härter anfassen wird.
EMIGRATION NOW kann zum Wohnsitz in Gibraltar weitere Informationen sowie Umsetzungslösungen liefern.

Ölboom im kanadischen Alberta: Stellenangebote

Die kanadische Provinz Alberta, reich gesegnet mit Öl- und Gasvorkommen, durchlebt derzeit einen wahrhaftigen Wirtschaftsboom, der immer mehr Unternehmer, Investoren und Arbeitnehmer anzieht. Die Wirtschaft floriert nicht nur im Ölbusiness, sondern auch in vor- und nachgelagerten Sektoren sowie speziell im Bausektor und im Einzelhandel. Unsere Visabearbeitungsstelle ist momentan in der Lage kurzfristig Stellen zu vermitteln, die entweder zu einer Aufenthalthalts- oder zu einer Niederlassungsbewilligung führen, dies für Berufe, die in anderen kanadischen Provinzen kaum zu einem Daueraufenthalt berechtigen würden. Namentlich betrifft dies nachfolgende Berufe (in englisch aufgeführt, weil englische Sprachkenntnisse Voraussetzung sind): Bricklayer, Carpenter, Concrete Finisher, Millwright, Machinist, Tilesetter, Power Lineman/woman, Floor Covering Installer, Cabinetmaker, Truck Driver. Interessenten mögen per Mail mit uns in Kontakt treten.
Angesichts der okönomischen Entwicklung im Gliedstaat bestehen für Investoren, Unternehmer und Angehörige von Berufen, die in Kanada ohnehin gesucht sind, erleichterte Zuwanderungschanchen. Zur Eruierung der entsprechenden Chancen sei auf unseren Kanada-Fragbogen in unserer Homepage verwiesen. 

Steueraspekte bei Auswanderung nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit

Immer häufiger verlagern (früh-)pensionierte Schweizer ihren Wohnsitz ins Ausland. Es locken unter anderem ein gnädigeres Klima, vielfach günstigere Lebenshaltungskosten und eine neue Herausforderung zum Beginn des dritten Lebensabschnittes. Nach erfolgter Auswanderungsentscheidung stehen häufig finanzielle Fragen im Zentrum der Wegzugsvorbereitungen. Dabei ist steuerlichen Aspekten ein besonderes Augenmerk zu widmen. Ob die künftige Steuerbelastung höher oder tiefer als in der Schweiz ausfallen wird, hängt vom gewählten Zielland sowie von der eigenen finanziellen Situation ab.
Im Bereiche der Einkommenssteuern erzielen Auswanderer häufig markante Steuervorteile, wenn sie in Länder ziehen, die nach dem Territorialprinzi


Zurück