Destination Italien

"Bella Italia", seit Dekaden in chaotischer Dauerkrise und trotzdem stets gefragt und begehrt. So auch bei Schweizer Auswandern, die es in mehr oder minder konstanter Anzahl in südliche Nachbarland zieht. Traditionell werden die Toskana, das Piemont, Sardinien und das Südtirol bevorzugt, während jüngst gemäss unseren Beobachtungen Ligurien, die Lombardei, Latium, Umbrien und die Marche an Beliebtheit gewonnen haben. Auch der Süden registriert Zuzüge aus Helvetien, vornehmlich italienisch-schweizerische Doppelbürger oder Italiener, die teils nach vielen Jahren Aufenthalt in der Schweiz in ihre Ursprungsregionen zurückkehren (so offenbart die schweizerische Ausländerstatistik bei den Italienern seit längerem rückläufige Bestände, während die Zahl der Staatsangehörigen der übrigen Grenzländer seit dem Inkrafttreten der Personenfreizügigkeitsabkommen bislang kontinuierlich anwuchs).

Italien vermag viel zu bieten: Abwechslungsreiche Landschaften, mannigfaltige Zeugnisse der Geschichte und Kultur, eine hervorragende Küche, Exzellenz in etlichen Wirtschaftszweigen oder etwa weltweit anerkannte Stärken in Film, Musik und Sport. Solche Höchstleistungen erspriessen aus der Lebensfreude, Fantasie, Improvisationsfähigkeit und Risikobereitschaft sowie dem sagenumwobenen Temperament der Italiener, denen es aber oftmals an den typisch helvetischen Qualitäten wie Disziplin, Beflissenheit und Ordnungsbewusstsein mangelt. Doch sind es häufig gerade letztere Mängel, welche Schweizer mitunter zur dauerhaften Südüberquerung der Alpen bewegen. Die gelassene Mentalität lockt zweifelsohne, verursacht aber auch etwas Integrationsmühen für Zuwanderer, welche diese nicht schon im Alltag und permanent erprobt haben. Deswegen ist auch für Italien stets eine umsichtige Wegzugsvorbereitung angebracht. Ein Beispiel hierfür ergibt sich aus dem usuellen Umgang mit den öffentlichen Einrichtungen bzw. dem Staat, zu dem die Italiener zumindest in Vergleich zu den Gegebenheiten in den umliegenden Ländern Westeuropas ein seltsam abwehrendes Verhältnis pflegen.

 In Italien begegnet der Staat in all seinen Facetten den Bürgern trotz eigentlicher Regelhomogenität in äusserst unterschiedlicher Weise. Entsprechend differiert auch das Verhalten der Einwohner, was nordländische Zuwanderer zuweilen verwirrt. Für Zuzüger aus der Schweiz wird der erste Eindruck des italienischen Staates unweigerlich mit dem teilweise unbändigen Ausmass der Bürokratie verbunden sein. Trotz erfreulichen (IT-)Fortschritten in den letzten Jahren sind Behördengänge immer noch mit einer Menge fragwürdiger Formalismen (Schaltergänge, Stempel, Steuermarken, Bestätigungen, Beglaubigungen, etc.) verbunden. Im Falle einer Wohnsitznahme etwa bei der Beschaffung einer Aufenthaltsbewilligung (zur selbständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit bzw. zur Nichterwerbstätigkeit), bei der Anmeldung auf der Einwohnerkontrolle (anagrafe), am Zoll beim Umzug oder im Umgang mit Sozialversicherungsanstalten und dem nationalen Vorsorge- und Gesundheitssystem. Auch die Bewältigung von Steuerangelegenheiten, der Immobilienerwerb und dessen Finanzierung, die Immobilienmiete, das Halten von Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen, die Wahl von Schulen und Ausbildungsstätten, die Tierhaltung sowie generell sämtliche Rechtsangelegenheiten verlangen einen ausreichenden Wissenstand und ein adäquates Verhalten, um die bürokratischen Hürden mit italienischer Gelassenheit zu passieren. Zur ersten Vorbereitung oder zur Überprüfung eigener Abklärungen empfiehlt EMIGRATION NOW daher Beratungsgespräche zur Orientierung. Unser Länderberater ist seit über drei Dekaden in Italien ansässig und kann handfeste Informationen, Verhaltenstipps sowie Empfehlungen zu Partnern vor Ort liefern. Die Orientierungsgespräche für Italien können etwa folgende Aspekte (Auswahl), die daraufhin auf Wunsch vertieft, begutachtet oder umgesetzt werden können, umfassen:

Wohnsitzwahl I/CH: Rechtliche Möglichkeiten und Implikationen       

Doppelwohnsitz

Anmeldeprozedere

Codice Fiscale bzw. Tessera Sanitaria

Zoll und Umzug

Immobilienerwerb (Vorvertrag, Rogito, Ablauf, Fallen und Gefahren)

Immobilienmiete

Immobiliensteuern (IMU, TASI, Register-, Hypothekar- und Katastersteuer, Erbschaft, Schenkung) 

Hypothekarfinanzierung

Einkommensbesteuerung IRPEF

Erbschaftsbesteuerung

Implikationen des Doppelbesteuerungsabkommens I/CH

Krankenversicherungsdeckung, staatlich oder privat

Sach- und Kapitalversicherungen

Aus- und Weiterbildung

Führerschein, Punktesystem

Firmengründung und Unternehmentum

Regulationen für Beherbergungsansinnen (Bed&Breakfast, affittacamere, etc.)

Selbständige Erwerbstätigkeit

Wahl von Commercialisti, Steuerberatern und Rechtsanwälten 

Bankwahl in Italien 

Daneben können in einem Orientierungsgespräch freilich auch jene Sachverhalte zur Sprache kommen, die einen Bezug zu schweizerischen Gegebenheiten aufweisen, so z.B. (Auswahl): Beschränkte CH-Steuerpflichten, Erwerbstätigkeit in der Schweiz bei Hauptwohnsitz Italien, Getrennte Wohnsitze von Ehepaaren, AHV-Angelegenheiten; Krankenversicherung für Bezüger helvetischer Renten; Swiss Banking, internationaler Zahlungsverkehr; Bezug oder Parkierung von Vorsorgegeldern (Säulen 2 und 3a); integrierte Vermögenshaltung; Immatrikulation; Immobilienerwerb bei Schweizer Wohnsitz, usw.

Auswanderungswillige profitieren von einem Orientierungsgespräch speziell, wenn Sie EMIGRATION NOW vor dem vereinbarten Termin möglichst detailliert Ausgangslage, Vorhaben, getroffene Abklärungen und die wichtigsten Fragestellungen schriftlich zukommen lassen. Damit kann sichergestellt werden, dass das Beratungsgespräch schnell auf die relevanten Punkte kommt.

Abschliessend noch folgender Hinweis: EMIGRATION NOW kann für Italien in allen Rechtsgebieten fundiert beraten und in einigen Regionen auf ein zuverlässiges Partnernetz zählen. Damit kann der Auswanderungsvorgang wesentlich erleichtert und die Basis für eine erfolgreiche Integration gelegt werden. An letzterer haben Auswanderer, speziell bei Erwerbstätigkeit, aber permanent zu arbeiten. Italien bleibt ein Land, wo Familie, Freunde, Bekannte oder Interessenpartner, also persönliche Beziehungen, eine eminente Relevanz kennen. So ist beispielweise die Bedeutung der Familie im italienischen Alltag offenkundig. Ebenso ist etwa das System der persönlichen Empfehlungen, der sog. "raccomandazioni", in etlichen Lebensbereichen äusserst gegenwärtig, zuweilen auch jenseits von Leistungs- oder Effizienzüberlegungen. Wer sich in Italien richtig integrieren möchte, sollte daher im Privat-, Berufs- und Geschäftsleben stets eine offene, propositive Grundhaltung zu Tage legen. Diese Offenheit hilft alsdann mögliche Chaos- und Krisenerscheinungen, aber auch die allgegenwärtigen Alltagshürden mit Gelassenheit und Frohmut zu überwinden.


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