BVG-Vorsorgekapitalien im Auswanderungsfalle

Bei einer deutlichen Mehrheit unserer Auswanderungsklientel nimmt die Handhabung von angesparten Kapitalien der beruflichen Vorsorge der zweiten und dritten Säule in der Wegzugsplanung eine zentrale Stellung ein. Bereits in einem mittleren Alter haben Erwerbstätige über das gesetzlich vorgeschriebene Zwangssparen häufig bedeutende Vermögen akkumuliert. Vor Beendigung des Erwerbsleben erreichen diese Guthaben typischerweise einen Höchststand, für etliche Personen stellen diese Kapitalien gar den Hauptteil ihres Gesamtvermögens dar.
Bei einer Wohnsitzverlegung ins Ausland ergeben sich daher regelmässig Fragen zum Umgang mit den Kapitalien, die bei schweizerischen Pensionskassen, Freizügigkeitsstiftungen und weiteren Vorsorgeeinrichtungen auf Disposition warten. Die Auswanderung ermöglicht nämlich eine komplette oder partielle Überführung der Vorsorgeguthaben ins Privatvermögen. Dabei sind aber mannigfaltige Überlegungen anzustellen, die sich mitunter aus den privaten Perspektiven, den gesetzlichen Bestimmungen, den steuerlichen Konsequenzen und den diversen Rahmbedingungen der Auswanderungsdestination ergeben. Die Vielzahl der Varianten und Variablen etablieren komplexe Entscheidungsgefüge, die bei unzureichender Auseinandersetzung zu kostspieligen, einkommens- oder vermögensrelevanten Fehlentscheidungen führen können.

Um letzteres zu vermeiden, stellt EMIGRATION NOW Auswanderungswilligen umfassendes Knowhow und ausgewiesene Erfahrung zur Verfügung. In Orientierungsgesprächen wird die der wegzugsbezogene Umgang mit schweizerischen Vorsorgekapitalien stets aufgegriffen. Dabei kommen die diversen Handlungs- und Gestaltungsoptionen zur Sprache und es werden Hinweise abgegeben, die es jedem Kunden ermöglichen, weitere Massnahmen selbsttätig einzuleiten. Angehende Auswanderer können aber auch Umsetzungsmandate erteilen und individuell von einer kompetenten Begleitung bezüglich aller Vorsorgeaspekte handfesten Nutzen gewinnen.

Mitunter werden folgende Thematiken (Auswahl) erörtert, behandelt und allenfalls im Auftrag in die Wege geleitet:

Ausgangslage: Zielland, Alter, Familienstand, persönliche Perspektiven, Grundhaltung zur Frage "Rente oder Kapital", Erwerbstätigkeitsstatus, Vermögensstruktur, Einkommensflüsse, Vorsorgeguthaben und Zusammensetzung der Kapitalien aus zweiter und dritter Säule, etc.

Rahmenbedingungen hinsichtlich Vorsorgekapitalien: BVG-Bestimmungen, Reglements, Freizügigkeitslösungen, Bonität von Vorsorgeeinrichtungen, Sicherheit von Rentenlösungen,
Bezugsmöglichkeiten, Bezugsrestriktionen, Anlagerestriktionen bei Parkierung oder zweitweisem Belassen, ausländische Alternativen 

Vorsorge: Vorsorgeschutz und Alternativen, Zusammenhang mit weiteren Vorsorgesäulen (z.B. schweizerische AHV und IV, Schutz aus ausländischer Sozialversicherung), private Zusatzdeckungen (z.B. Risikoversicherungen, Lebensversicherungen, usw.) 

Steuerliche Erwägungen: Besteuerung von Kapitalbezügen in der Schweiz und im Zielland, Kapital- und Rentenbesteuerung im Ausland, Steuerminimierung (z.B. hinsichtlich des Bezugs oder der ausländischen Einkommens- und Vermögenssteuern), Vorgehen Rückerstattung von Quellensteuern, Informationsaustausch und Amtshilfe 

Bezug: Bezugsplanung (bei Wegzug in ein EU/EFTA-Land Strukturierung bzw. Staffelung via Vorsorgekonti, Unterscheidung obligatorische und überobligatorische Guthaben, geeignete Aufteilung von PK-Kapitalien auf Freizügigkeitstgefässe), Bezugsgrund (definitives Verlassen der Schweiz, Alter, Wohneigentumsfinanzierung), Bezugsvorgehen (Timing, Ablauf, notwendige Dokumente, Formulare, Auszahlungsfristen, Gebühren, usw.)  

Anlage und Wiederanlage: Zwischenanlage in CH-Vorsorge bei Auslandswohnsitz (Optionen, Besteuerung, Kontolösungen, Investmentlösungen, geeignete und ungeeignete Freizügigkeitsstiftungen, Fondsanbieter, Möglichkeiten individueller Anlagen im BVV-Rahmen, offene und verdeckte Kosten, zusätzlicher Schutz Tod/Invalidität), Überführung der Vorsorgemittel ins Privatvermögen (Integration, Diversifikation, Risikotoleranz, Berücksichtigung der Prämissen der Auswanderungsdestination, geeignete Banken und/oder Vermögensverwalter), Zusammenhänge zur freiwilligen AHV, Erwägungen bei nur temporärem Wegzug und kurz- oder mittlelfristiger Rückkehr in die Schweiz

Immobilien und Vorsorge: Optimierte Veräusserung WEF-finanzierter CH-Immobilien, Kauf von Liegenschaften in EU/EFTA-Ländern mit BVG-Mitteln (Möglichkeiten, Vorgehen, Nachweispflichten, Rückführungsobliegenheiten, etc.)   

Langfristige Auswanderungsplanung: Systematische, steueroptimierte Nutzung der Vorsorgemöglichkeiten in Hinblick auf den Auslandswegzug (insbesondere für Unternehmer, Selbständige und Gutverdienende), 

Weitere tangierte Rechtsgebiete: Erbrecht, Eherecht, Schuld- und Betreibungsrecht, Konkursrecht, etc.

Alleine diese (nicht abschliessende) Auflistung einzelner Aspekte der Handhabung von Vorsorgekapitalien im Auswanderungsfalle vermag die Komplexität und die Interdependenz aller Determinanten aufzuzeigen. EMIGRATION NOW kann allen Auswanderungswilligen mit Vorsorgeguthaben die entsprechenden Entscheidungen erleichtern.Orientierungsgespräche

können durch Unterbreitung von 1-2 Terminvorschlägen via info@auswanderung.ch oder telefonisch vereinbart werden.