Partikularitäten der Personenfreizügigkeit CH-EU

In der Schweiz kann die Monatsprämie einer obligatorischen Krankenversicherung (Grunddeckung) je nach Wohnort, Alter des Versicherten und Assekuranz gar 500 CHF übersteigen. Dieselbe Deckung können Rentner aber selbst für Beträge unter 150 CHF erhalten. Hierzu müssten sie ihren Wohnsitz z.B. nach Polen, Litauen, Lettland, Slowenien, Tschechien, Malta oder Zypern verlegen. Die Personenfreizügigkeitsregelungen etablieren nämlich u.a. für Bezüger einer CH-Rente (z.B. AHV oder IV), die keine Rente aus einem anderen EU-Land erhalten,  eine grundsätzliche Versicherungspflicht in der Schweiz, wobei die Prämien destinationsabhängig sind. In jedem Falle besteht aber Behandlungswahlrecht, d.h. Rentner können sich sowohl im Wohnsitzland als auch in der Schweiz kurieren lassen. 2013 gelten nachfolgende CHF-Einheitsprämienrahmen (für Personen ab 26, mit Unfall, günstigster und teuerster Versicherer in Abhängigkeit des Wohnlandes: Belgien (432-614), Bulgarien (145-434), Dänemark (370-511), Deutschland (299-730), Estland (130-434), Finnland (372-511), Frankreich (471-880), Griechenland (185-434), Grossbritannien (432-588), Irland (399-513), Island (383-511), Italien (280-477), Lettland (130-434), Litauen (130-434), Luxemburg (423-567), Malta (130-434), Niederlande (432-760), Norwegen (385-511), Österreich (322-538), Polen (150-250), Portugal (254-317), Rumänien (161-434), Schweden (385-511), Slowakei (154-434), Slowenien (130-434), Spanien (300-434), Tschechische Republik (135-434), Ungarn (154-256) sowie Zypern (130-434). Vertiefende Informationen, Detailangaben zu den Voraussetzungen sowie Hilfestellungen zu den Beitrittsanträgen werden an den Orientierungsgesprächen zu den jeweiligen Ländern erteilt.